Zwei, die noch zueinander finden müssen … Die Vorstellung, in gut einem Jahr eine Vordiplomsprüfung in Philosophie zu schreiben und eine mündliche zu bestehen, treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn.
Philosophie ist an sich eine hochinteressante Angelegenheit, leider erschließt sie sich einem nicht so schnell, weil es mitunter sehr abstrakte Denkmodelle sind. Ich habe ein Seminar belegt mit dem Titel „Wahrheit und Erkenntnis nach Thomas von Aquin“. Wir lesen dabei aus seinem Werk „De veritate – Von der Wahrheit“. Mit meinem doch ziemlich rudimentären Vorwissen ist die Veranstaltung sehr anstrengend. Aber so nach und nach verstehe ich einzelne Gedankengänge. Es sind zwar noch kleine Puzzleteile, die ich erst noch zusammenfügen muss, aber ich habe Hoffnung, dass ich am Ende des Semesters klarer sehe.
Prof. Thurner, der das Seminar leitet, hat mir auch Hoffnung gemacht: Nachdem ich den ersten Artikel des Werkes gelesen hatte, hatte ich doch ernsthaft an meiner Intelligenz gezweifelt – ich hatte so gut wie nix verstanden. O-Ton Prof. Thurner im Seminar: „Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie nichts verstanden haben. Der Stil von Thomas ist sehr knapp und setzt sehr viel voraus. Als ich dieses Werk zum ersten Mal gelesen habe, habe ich auch nichts verstanden.“
Man kann also trotzdem Professor für Philosophie werden …
Wenn ich zu den Themen „Wahrheit und Erkenntnis“ etwas Substanzielles von mir geben kann, werde ich das hier tun. Ist nebenbei eine gute Übung, ob ich’s auch wirklich verstanden habe.
To be continued …