Dem Leben trauen

Glaube ist Wissen des Herzens, das keines Nachweises bedarf. (Khalil Gibran)

Semesterferien 24. September 2009

Gespeichert unter: Allgemein — Evi @ 00:12

Bevor die ersten Vermisstenmeldungen eingehen, will ich doch mal wieder erzählen, was in den letzten Wochen alles los war.

Ich freue mich auf den Semesterbeginn am 19 . Oktober und wiederhole schon fleißig Griechisch. Heute war ich bei der Studienberaterin und habe ihr mein Leid geklagt, dass es dieses Semester schon wieder nicht klappt in eine Philosophie-Vorlesung zu gehen. Die eine, die angeboten wird, findet wieder einmal parallel zu Griechisch statt. Eine Professur ist dort vakant und so kann nur ein abgespecktes Programm angeboten werden. Nur soll ich bis zum Vordiplom auf insgesamt 16 Semesterwochenstunden kommen. Was so schlicht unmöglich ist. Also werde ich nächste Woche zum Professor gehen und mal fragen, welche Lösung er denn dafür sieht und ich werde wohl auch den Studiendekan auf das Problem aufmerksam machen. Schließlich bin ich ja nicht die einzige! Was mich dabei tierisch ärgert, ist die Tatsache, dass ich Studiengebühren zahle und mir dann Bücher ausleihen muss, um mal wenigstens ein bisschen Ahnung davon zu bekommen. Und Bücher über die Philosophie lesen sich nicht unbedingt leicht. Naja, bin ja mal gespannt, was dabei rauskommt.

Die letzten vier Wochen habe ich auch mal wieder gearbeitet und etwas Geld verdient. Bei einer Unternehmensberatungsfirma habe ich für BMW Lastenhefte geprüft bzw. die Prüfung derselbigen geprüft. Schon interessant, mal ein bisschen in das Unternehmen BMW reinzuschnuppern. Ist zwar überhaupt nicht meine Welt, weil ich keine Ahnung von Autos habe und mich nicht mehr dafür interessiere als für ein Bügeleisen, aber ich bin schon fasziniert, aus wievielen Bauteilen so ein Auto besteht und was da alles drinsteckt. So viel Ingenieurin bin ich dann doch! Heute habe ich von einem ehemaligen Studienkollegen, der bei BMW arbeitet, eine kleine Führung bekommen und bin im Dienstwagen des Abteilungsleiters der Entwicklung (glaube ich) gesessen. In einem nagelneuen 5er GT (über den angeblich zur Zeit jeder spricht und von dem ich noch nie was gehört habe…). Sehr schick und geräumig. Und sehr teuer.

In einem weniger schicken und geräumigen, aber deutlich billigeren Auto war ich Anfang August mit Gunther ein paar Tage an der Côte d’Azur. Ein sehr schönes Fleckchen Erde, um die Zeit zwar etwas überlaufen und sehr heiß, aber kulturell äußerst interessant. Am schönsten fand ich das Schnorcheln auf der Halbinsel Giens. Ich habe das noch nie gemacht und so hat sich mir eine völlig neue Welt erschlossen. Wer bei den Lokalisten ist, kann sich ja mal ein paar Bilder ansehen. Ein kleiner Vorgeschmack:

Unsere Lieblingsbucht

Unsere Lieblingsbucht in Giens

Stimmungsvoller Sonnenuntergang in Giens

Stimmungsvoller Sonnenuntergang in Giens

Ab November werde ich mir auch noch andere Welten erschließen: Gunther hat nämlich (relativ sicher) eine Stelle in Eschweiler, nahe seiner Heimat Aachen, gefunden. Und das heißt für uns Fernbeziehung. Meine Begeisterung hält sich ob dieser Umstände in Grenzen, doch da müssen wir jetzt wohl durch. Wenigstens komme ich dann mal wieder nach Aachen, wo ich zuletzt (und bislang das einzige Mal) vor etwa 30 Jahren war und meine damalige Brieffreundin besucht hatte.

Mein kleiner, oh ich sollte besser korrigieren auf „jüngster“ (er ist nämlich nicht mehr klein mit seinen fast 6 Jahren, jawoll!), Neffe geht seit letzter Woche zur Schule. Mit mäßiger Begeisterung, vorsichtig ausgedrückt. Die Einschulungsfeier fand er ja ganz toll, vor allem die Hot Wheels und den LKW, die er geschenkt bekam, aber das dicke Ende kam letzten Dienstag … Er wird sich schon noch dran gewöhnen – und die Eltern auch!

Ja, es gibt immer wieder Veränderungen im Leben, an die wir uns gewöhnen müssen oder manchmal auch dürfen. Doch ohne die wäre es ziemlich eintönig und vorhersehbar. Oder wie der Engländer zu sagen pflegt: Variety is the spice of life.

 

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