Jetzt wird es Zeit, dass ich mich mal wieder melde. Die letzten Wochen und Monate waren doch sehr ausgefüllt mit Studium, Arbeit, Chor und sonstigen privaten und ehrenamtlichen Beschäftigungen.
Seit Mitte September habe ich einen Nebenjob, der zwar nicht übermäßig gut bezahlt ist, aber Spaß macht. Ich bin im Kartenvorverkauf tätig und mache Lotto-Annahme. Die meisten Kunden sind sehr nett und gerade jetzt vor Weihnachten sind viele auf der Suche nach einem Geschenk und wenn man da weiterhelfen kann, sind die Menschen glücklich. Und ich bekomme wenigstens etwas Geld, was die finanzielle Situation doch etwas verbessert.
Dann hatten wir am 16. und 17. Oktober unser Konzert, das uns Sängern und unseren Zuhörern sehr gut gefallen hat. “Die Schöpfung” ist einfach ein Meisterwerk und je mehr wir uns damit beschäftigt haben, um so mehr haben wir es auch verinnerlicht. Das ging sogar so weit, dass uns beim Probenwochenende bei einem Stück die Rührung überkam und viele nicht mehr weitersingen konnten, weil die Tränen liefen. Ein unvergesslicher Moment! Dass uns dieses Stück viel bedeutet hört man, meine ich, auch an unserem Gesang. Hier ist es: Von deiner Güt’, o Herr und Gott. Und hier noch eine weitere Kostprobe des Konzertes, der Schlusschor: Singt dem Herren alle Stimmen.
Dazwischen ist auch noch Zeit für’s Studium.
Eigentlich sollte ich am Ende dieses Semesters Vordiplom schreiben, was ich aber verschoben habe auf nächstes Semester, weil ich (vor allem wegen der Arbeit) nicht in dem Umfang zum Lernen komme, wie es nötig wäre. Eine Entscheidung, die mich sehr erleichtert und mir die Freude am Studium zurück gegeben hat. Jetzt kämpfe ich mich unter anderem durch die Kirchengeschichte und Philosophie, die beiden Fächer, die mir am schwersten fallen. Ich bleibe zuversichtlich …
Schließlich habe ich mich vor kurzem für das theologische Studienjahr in Jerusalem beworben. Ich bin ganz aufgeregt, wenn ich daran denke! Es wäre ein Traum, der in Erfüllung geht! Anfang Februar erfahre ich, ob ich zum Auswahlgespräch im Mai zugelassen werde. Also alle verfügbaren Daumen drücken!
Schließlich wünsche ich allen meinen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest!
“Der Himmel hat die Erde berührt und sie nicht mehr losgelassen.”
(J. Ratzinger / Benedikt XVI.)
