Ich bin reichlich irritiert über drei Meldungen, die in letzter Zeit durch die Presse gingen. Nicht nur irritiert, sondern sie lassen mich an der Intelligenz mancher Menschen zweifeln und ich zweifle auch, ob das christliche Abendland noch existiert.
- Der ehemaligen Ratsvorsitzenden der EKD, Margot Käßmann, wird von der Kulturstiftung Pro Europa der Kulturpreis für Zivilcourage verliehen. Käßmann habe mit ihrer Entscheidung (Rücktritt nach ihrer Fahrt in betrunkenem Zustand) “erheblichen Mut” bewiesen und sei zum “Vorbild für andere Personen des öffentlichen Lebens” geworden. Irgendwie habe ich eine andere Vorstellung von Zivilcourage …
- Spitzenpolitiker von Bündnis90/Die Grünen kritisieren die Einladung des Deutschen Bundestages an den Papst, bei seinem Besuch im September im Plenarsaal zu sprechen. Hans-Christian Ströbele will sogar den Plenarsaal verlassen. Sind die noch ganz dicht? Der Papst ist schließlich Staatsoberhaupt, dem wohl der selbe Respekt gebührt wie allen anderen auch (andere mit weitaus diskussionswürdigerer moralischen und politischen Gesinnung durften ja schließlich auch).
- Die Europäische Kommission gibt einen Schülerkalender heraus, in der alle Feiertage der Hindus, Juden, des Islam usw. verzeichnet sind. Nur die christlichen Feiertage fehlen. Schon fast konsequent, nachdem man schließlich auch einen Gottesbezug in der Verfassung weggelassen hat. Die christlichen Feiertage habe man weggelassen, um den Kalender nicht zu überfrachten. Ach so! Dafür haben dann wohl die fünf Millionen Euro, die das Projekt gekostet hat, nicht mehr gereicht.
